Beim Hypoxie-Training wird bewusst mit Sauerstoffmangel trainiert – zum Beispiel durch kürzere Atemzyklen oder längere Unterwasserphasen. Klingt erstmal hart? Ist es auch. Aber genau das macht den Trainingsreiz so effektiv.
Ziel ist es, den Körper dazu zu bringen, effizienter mit Sauerstoff umzugehen. Die Muskulatur lernt, auch unter schwierigen Bedingungen leistungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig passt sich das Herz-Kreislauf-System an: Die Sauerstoffaufnahme verbessert sich, der Puls sinkt langfristig – und die Laktattoleranz steigt.
Besonders spannend ist Hypoxie-Training für Schwimmer: Durch gezielte Atemkontrolle kannst Du Deine Technik unter Belastung stabilisieren und mentale Stärke aufbauen. Außerdem fördert das Training unter Sauerstoffmangel die CO₂-Toleranz – ein echter Vorteil bei harten Intervallen oder Endspurts.
Wie sieht das konkret aus?
Typische Hypoxie-Einheiten im Wasser könnten so aussehen:
- 6×50 m mit nur 2 Atemzügen pro Bahn
- 4×25 m komplett ohne Atmung (Apnoe)
- Serien mit Atemrhythmen wie 3-5-7 oder 5-7-9
Wichtig: Hypoxie-Training sollte nur kontrolliert und in ausgeruhtem Zustand stattfinden. Es ersetzt keine Grundlagenarbeit, sondern ist ein Zusatzreiz – ideal für erfahrene Schwimmer, die ihre Leistungsgrenze verschieben wollen.
Also: Tief durchatmen – und dann los!